Shame must change sides
F[E]MALE GUILT ist eine interaktive Medieninstallation, die patriarchale Gewalt im öffentlichen Raum sowie die gesellschaftlichen Mechanismen dahinter thematisiert. Das Projekt hinterfragt die Normalisierung von Belästigung und Gewalt und lenkt den Blick bewusst weg von den Betroffenen hin zu Tätern, Verantwortung und strukturellen Machtverhältnissen. Durch die Verbindung von Überwachungskamerabildern, interaktiver Gesichtserkennung und visueller Gestaltung entstand eine Installation, die Besucher:innen aktiv in die Auseinandersetzung mit dem Thema einbezieht.
F[E]MALE GUILT
kartenspiel
Als Teil des Projekts entstand in der Gruppe ein Kartenset mit Reflexionsfragen, das Besucher:innen dazu einlädt, patriarchale Narrative, Machtverhältnisse und gesellschaftliche Verantwortung aus unterschiedlichen Perspektiven zu hinterfragen.
Durch Fragen wie „Warum ist es für viele Frauen normal, nachts auf dem Heimweg Angst zu haben?“ oder „Glaubst du, du bist Teil des Problems, nur weil du selbst keine Frau geschlagen hast?“ regt das Kartenset zum Austausch und zur kritischen Selbstreflexion an. Die Karten können allein oder gemeinsam genutzt werden und erweitern die Installation um einen persönlichen, dialogischen Zugang zum Thema.
F[E]MALE GUILT wurde im Rahmen der Gruppenausstellung Liminal Fields 2025 am Mehringdamm in Berlin ausgestellt. Die öffentliche Präsentation ermöglichte Besucher:innen, die Installation interaktiv zu erleben und über das Reflexionskartenset in den Dialog über patriarchale Strukturen, Machtverhältnisse und gesellschaftliche Verantwortung zu treten.
F[E]MALE GUILT